LUZIFER BEI DER INKARNATIONSBERATUNG

Luzifer bei der Inkarnationsberatung

geschrieben von Steven Black:

Sternzeit 3976543281, irgendwo “da oben” –  Konzil der göttlichen Inkarnationsberatung.

Entspannt ging die Vorzimmer Sprecherin in den Warteraum und fragte: “Wer ist der Nächste bitte?” “Ich, Süße”, sagte ein breitschultriger, ziemlich groß gewachsener Mann, der Cowboystiefel trug und lange Haare hatte.

“Ich bin nicht ihre Süße. Haben Sie überhaupt einen Termin?” fragte sie pikiert. “Nein Süße, hab ich nicht. Ich will aber sofort den Typen vom Dienst sprechen!”

“Erstens habe ich einen Namen, ich bin Rachel. Zweitens, ohne einen Termin können Sie hier sicher nicht rein. So einfach ist das. Wer glauben Sie, wer sie sind, hier einfach reinzuschneien und Sonderwünsche zu reklamieren?”

Der große Mann bekam eine etwas zornige, leicht schon bläulich anlaufende Gesichtsfarbe und grollte: “Okay Süße, ich will es ganz easy für dich machen. Entweder, ich kann jetzt sofort Aragon sprechen oder ich werde eure verdammte Bude auf der Stelle einstampfen. Sag ihm, Luzifer ist hier und es sei dringend.”

Rachel blieb erst mal die Luft weg. Luzifer! Hier. Das gab’s noch nie. Eine Mischung rasch abwechselnder Gefühle stiegen in Rachel auf, die eine zwiespältige Mischung von Ehrfurcht, Widerwillen und Abneigung war. “Ich, ich, ich schau mal nach, ob er Zeit hat”, stammelte sie, unfähig ihre Überraschung zu verbergen.

“Schon gut, Rachel. Natürlich hab ich Zeit für diesen seltenen Gast. Sie können einstweilen Pause machen.” Das als Aragon bekannte Wesen, stand in der offenen Türe und blickte neugierig in Richtung Luzifer. “Hi Luzi, lange nicht mehr gesehen”, sagte er freundlich. “Wie lange ist das her, etwas zwischen 100 und 200 000 Erdenjahre? Ich habe irgendwann zum zählen aufgehört.”

“Es waren genau 300 000 Jahre, 3 Monate und 12 lange Tage. Und spar dir das Luzi, ich bin nicht in Stimmung dafür.” schnaubte Luzifer. Aber er folgte Aragon bereitwillig in den angrenzenden Raum, wo sich beide auf großen, gemütlich aussehenden Sessel niederließen. Aragon musterte sein gegenüber neugierig, grinste und fragte, “kann ich dir was anbieten? Whiskey, Zigarre oder ein paar heiße Frauen?”

“Sehr witzig”, antwortete Luzifer säuerlich, konnte sich aber dem legendärem Charme von Aragons Humor nicht ganz entziehen. “Hör zu, lass uns gleich direkt zum Thema kommen, mir ist momentan echt nicht nach Spaß.”

“Wie wäre es dann mit n paar Glückspillen?”, fragte Aragon schelmisch. Wieder ernst werdend, fügte er hinzu: “In Ordnung”, wo drückt denn der Schuh? So kenne ich dich gar nicht, muss ich mir Sorgen machen?”

Luzifer zog die breiten Schulter hoch und nahm einen tiefen Atemzug. “Es fällt mir wirklich nicht leicht, aber nach Abwägung aller Umstände, bin ich zu der Entscheidung gelangt, dass ihr euch jemand anderen suchen müsst, der meinen Job macht. Ich bin fertig damit, ich habe so was von die Schnauze voll, also bitte ich dich, bring es dem Alten schonend bei.”

Es gab nicht viel, was Aragon überraschen konnte. Doch jetzt war er definitiv geschockt. Luzifer wollte aussteigen und ersetzt werden? Was war passiert, drehte sich das Universum plötzlich andersherum? Ganz ruhig, sagte er sich, entspann dich. Lass uns erst mal rausfinden, was hier Sache ist. Er wechselte seine Sitzposition, straffte die Schultern und strahlte umgehend eine nüchterne, professionelle Atmosphäre aus. Das wird wohl nichts mit dem gemütlichen Tag, seufzte er innerlich.

“Also gut, Luzi. Ich hab dich gehört. Wir kennen uns lange genug, dass du weißt, du kannst mir alles erzählen – und ich meine wirklich, wirklich alles. Also fühle dich frei, mir von den Gründen deines Sinneswandels zu erzählen. Ich will zumindest wissen, warum “Luzifer, der Schrecken der Erde”, hier angelaufen kommt und plötzlich Anzeichen von Posttraumatischen Stresssymptomen zeigt. Ich denke, du verstehst sicher, dass dies eine sehr ungewöhnliche Situation ist und bevor ich dem Alten irgendwas erzähle, möchte ich wenigstens wissen, was zum Henker ich ihm sagen soll.”

Luzifer nickte wissend und mit nachdenklichem Blick, formulierte er seine Antwort:

“Schau, ich weiß jetzt schon, dass du versuchen wirst, mir das auszureden und der Alte wird es erst recht versuchen. Ich will uns Zeit sparen, indem ich dir versichere, dass diese Entscheidung steht, ich werde sie keinesfalls rückgängig machen. Aber ich werde dir genau sagen, warum und wieso. Danach wirst du mir vielleicht zustimmen, vielleicht auch nicht – aber ändern wird das nichts. Meine Entschluss ist nicht verhandelbar”.

Aragon antwortete ernst: “Dir ist aber schon klar, dass die gesamte Erdenschöpfung mit dir steht oder fällt? Der “freie Wille” ist dein Werk, ohne dich würde es diese Schöpfung so nicht geben. Das war von Anfang an deine Verantwortung, dein “Job” und hat sich bisher auch nicht geändert. Wenn keine Luzifer Energien vorhanden sind, dann können wir dieses Experiment begraben.“

“Komm mir nicht auf diese Tour, Aragon. Versuch mir nicht einzureden, dass ich nicht ersetzbar wäre. Jeder ist ersetzbar – okay, außer dem Alten vielleicht.” Luzifer räusperte sich laut: “ Die schlichte Wahrheit ist, ich kann nicht mehr. Ich mach das jetzt schon viel zu lange. Ich bin wirklich sehr, sehr geduldig gewesen, mit dieser Art von Schülern. Aber ich halte diese permanente Ablehnung, Schuldzuweisungen und vor allem Leugnung der eigenen Verantwortung nicht länger aus. Meine Geduld ist am Ende, es geht mir total auf die Eier. Ich meine, mir ist absolut bewusst, dass es genau mein Job ist als Projektionsfläche für derlei Schuldzuweisungen zu fungieren – aber das war eher als “Nebentätigkeit” gedacht. Mein wirklicher Job war es, die als Menschen inkarnierten Seelen zur Eigenverantwortung zu bringen, wobei sie ihre wirkliche Macht, ganz real und im Fleisch erkennen könnten.

Es war von Anfang an klar, dass Leugnung, Verzerrung und Verwirrung auf der normalen Tagesordnung stehen würde. Das fing schon mit den zwei alten Säcken, Adam und Eva an. Ich erzählte ihnen, dass sie irgendwann sterben würden. Was machten sie daraus? Oh weh, wir sind aus dem Paradies gefallen! Ihre Schuldgefühle übernahmen und die erste Reaktion war Leugnung und Schuldabwehr für die Erkenntnis. Adam beschuldigte Eva, Eva beschuldigte die Schlange – also mich, aber keiner akzeptierte die erhellende Wahrheit. Sicher, die Schlange als gewählte Form, um dieses Gartenzwergbewusstsein anzusprechen, war nicht grad mein originellster Einfall. Egal, anstatt sich jedenfalls dem Wert bewusst zu werden, was es bedeutet, nur auf eine bestimmte Zeit, bestimmte Erfahrungen machen zu dürfen, leugneten sie es und versuchten es zu verdrängen. Und mit Bewusstwerdung haben die da unten heute noch ein extremes Thema. Nein, geh weg, die Wahrheit will ich nicht fühlen, will ich nicht hören, blablabla.

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Und Schuld ist grundsätzlich immer ein anderer, vorzugsweise ich. Als ich als nächstes herging und einigen Leuten nahelegte, wie sie sich Werkzeuge bauen konnten, um sich selbst zu helfen – was passierte? Anstatt dankbar zu sein, dass sie nun die Möglichkeit hatten, um vor Wettereinflüssen geschützt zu sein, indem sie Unterkünfte bauen, bessere Jäger sein konnten und einfach mehr Sicherheit in ihr Leben einziehen, gab’s ein großes Geschrei, weil einige sich mit den Werkzeugen verletzten. Klar, der böse Luzifer ist Schuld und ruck zuck bewegten sie sich zurück auf Square One und fingen wieder an, Gott um Hilfe anzuflehen.

Als ich ihnen sagte, hört auf damit, der kann euer Gejammer nicht hören, weil er zu weit weg ist. Besinnt euch lieber darauf, euch selbst zu helfen – da waren die ersten Reaktionen, dass ich ein Feind von Gott wäre – sein Widersacher. Sie lehnten dann die Werkzeuge als böse ab und beteten täglich darum, dass ihnen Gott Unterkunft, Nahrung und Überleben sichern sollte. Als Gott ihnen offensichtlich nicht antwortete, fanden sie die Ursache schnell heraus: Ja, Gott antwortete nicht, wegen Luzifer! Die Werkzeuge nahmen sie erst wieder in die Hand, als sie knapp vorm verhungern waren. Ich meine, hey, wie dumm kann man sein? Meine Güte, ihr habt alle keine Ahnung, wie viel Frust ich seit Jahrtausenden mit mir herum trage und wie viele meiner Haare ich mir täglich ausreiße.”

Aragon verstand zumindest eines, wenn auch sonst nichts. Luzifer war nicht mehr der Luzifer, den er kannte und den jedermann respektierte, wenn ihn auch nicht jeder mochte. Jeder wusste, dass Luzifer dieser Job eigentlich Spaß machte. Über dieselben Probleme machte er früher lustige Witze, aber heute klang es mehr nach Verbitterung. Er seufzte innerlich und dachte – das wird echt nicht einfach werden.

“Luzifer, um ganz ehrlich zu sein, ich verstehe immer noch Bahnhof. Ich habe bis jetzt nichts gehört, was aus dem üblichen Rahmen fallen würde. Muss ich dich daran erinnern, dass eine freie Wahl nach dualistischen Prinzipien DEINE Idee war, die du, wie ich hinzufügen möchte, eigenständig und gegen alle anderen Ideen durchgesetzt hast? Und zwar durch die Hintertüre, ohne offizielle Anhörung der Gremien. Du wusstest nämlich genau, dass diese Idee auf wenig Gegenliebe stoßen würde. Und jetzt, nachdem du selbst Zeuge geworden bist, warum es diesbezüglich Bedenken gab, möchtest du einfach den Kopf in den Sand stecken und die Idee als gescheitert betrachten? Ist das eines Engels der kosmischen Revolution würdig? Nein, da erwarten wir schon ein bisschen mehr von dir ..  “

“Behalte deine Moralpredigt, niemand muss mich an meine Verantwortung erinnern”, antwortete Luzifer zornig. Sein Energiefeld schwoll an und schwarz-goldene Flammen zuckten um seine Form.

“Halt deine Klappe”, schnappte Aragon. “Was ich versuche dir klarzumachen ist, dass wir im Grunde alle beeindruckt sind, wie richtig deine ursprüngliche Idee war und dass wir alle voll hinter dieser Idee stehen. Niemand hat dir damals geglaubt, als du sagtest, Einheit wäre nicht genug und dass es Einheit UND Dualität bräuchte, um eine Entwicklung anzustoßen, die bisher niemand wagte ins Auge zu fassen. Der Einzige, den du überzeugen konntest, war der Alte, aber er konnte die Idee nicht ohne Billigung von uns anderen umsetzen. Und weil er die nicht bekommen konnte, bist du ins Spiel gekommen, aus vollkommen freien Stücken, weil du an deine Idee geglaubt hast. Du bist der erste gewesen, der begriffen hat, dass die Einheit zur Stagnation weiterer Entwicklungen führt. Inzwischen haben alle verstanden, was du uns für einen Dienst erwiesen hast. Die menschliche Rasse ist die erste und einzige Spezies, wo die Seelen lernen können, mit Einheit und Trennung umzugehen. Wir gedenken dieses Modell, in anderen Schöpfungen einzubauen, so erfolgreich wurde es. Also tu mir bitte einen Gefallen und hör auf dich zu bemitleiden! Es gibt dafür keinen Grund.”

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“Wow! Habe ich grade richtig gehört?”, fragte Luzifer erstaunt. Hast du grade tatsächlich gesagt, ich meine, nach jetzt 300 000 verdammten Jahren, ihr glaubt dass die Idee gut war?” Er brach in schallendes Gelächter aus und meinte: “Oh, diese Ironie! Ich kann es kaum glauben. Weisst du, Aragon, ich glaube, du verstehst nicht, wovon ich wirklich spreche, also lass es dir erklären. So sehr ich es schätze zu hören, wenn auch etwas spät, dass ich richtig lag – aber das ist nicht der Punkt. Ich bin mir sehr bewusst, dass ich richtig gelegen habe und glaube auch heute noch an diese Idee.”

“Aber”, wandte Aragon ein  ..

“Jetzt bist du dran, deine Klappe zu halten”, meinte Luzifer. “Lass mich erst einmal ausreden, dann kannst du was dazu sagen.” Nachdenklich sammelte er seine Gedanken, blickte dann Aragon direkt und abschätzend in die Augen. Aragon schien einer der wenigen zu sein, der seinen Blick aushielt und gelassen erwidern konnte. Das waren nicht viele, die das schafften. Okay, dachte er. Neuer Versuch ..

“Also gut, wo war ich – ah, okay, ich weiß. Ich erzählte von ganz am Anfang, auf der Erde. In Ordnung, mein Fehler. Das war vielleicht etwas unpassend, weil es nicht den Nagel am Kopf trifft. Worauf ich hinaus will, ist folgendes: Glaub mir, die letzten 300 000 Jahre waren nicht einfach, aber ich hatte bislang kein wirkliches Thema damit. Es ist auch auch viel lustiges passiert. Hey, ohne mich würde es nicht diese Religionen geben, deren wichtigster Bestandteil – Luzifer imitierte Donnergrollen in seiner Stimme – “der Widersacher Gottes” ist. Meine Güte, was habe ich viel gelacht.”

“Das ist der Luzifer, den ich kenne”, warf Aragon schmunzelnd ein.

“Ja, wie gesagt, auch wenn da unten keiner checkt, dass Religion nichts mit Gott, whatever, etc., zu tun hat, sondern mit der Bildung von einer Gemeinschaft, habe ich sogar Michael einen Job in dem Business verschafft. Der arme Kerl ist heute noch damit beschäftigt, sich all das Gejammer, die Klagen reinzuziehen und die vielen Bitten um Hilfe, die – wie wir alle wissen, niemand erfüllen kann. Also ist der einzige Job, den Michael und seine Geflügeltruppe  ausüben kann, die Trostseelsorge. Keine Ahnung, wie er das aushält, mich würd das wahnsinnig machen. Im Grunde habe ich bereits ein paar mal daran gedacht, die Religionen wieder abzuschaffen. Ihr Nutzen ist nur mehr minimal. Wäre da nicht die Tatsache, dass die jüngeren Seelen weiterhin organisierte Religion brauchen, hätte ich das ernsthaft durchgezogen.

Für die älteren Seelen wird Religion nämlich ein verwirrendes Hindernisrennen. Guck dir doch mal den Schwachsinn an, von wegen der “Kampf des Lichtes gegen die Dunkelheit” – of course, ihr gegen mich. Das finde ich heute noch witzig. Die checken einfach nicht, dass das alles nur Projektionen ihres eigenen Geistes sind. Ihrer eigenen Trennung von sich selbst und des Krieges in ihrem Inneren, der zwischen ihren Licht – und Schattenseiten läuft. Aber diese Art von Trennung war natürlich die ursprüngliche Intention, mir war nur nicht klar, was für extreme Auswirkungen das haben würde.”

“Das bleibt alles schön so, wie es ist. Weil es genau richtig ist, so wie es ist. Stimmt, das war ein Geniestreich, die Leute da unten, unter ein Glaubenssystem zu vereinen. Das fand auch der Alte genial. Was Michael betrifft, der macht seinen Job sehr gut. Die Trostebene ist wichtig zu bedienen, wenn der Mensch keinen anderen Anker mehr hat. Michael nimmt das Ernst, du nicht. Dein Job ist auch ein anderer, du tretest Menschen in den Arsch und willst sie weiterbewegen. Dein Arbeitsfeld ist Selbstmeisterschaft und Selbstermächtigung. Beides hat seine Berechtigung, da ist natürlich kein Punkt mehr, Leuten in den Arsch zu treten, die schon auf ihrem Arsch sitzen. Also macht Michael einen wichtigen Job.” sagte Aragon.

“Ja, ja, danke für die Belehrung. Doch so sehr das aufwärmen alter Geschichten erheiternd ist – wie erwähnt, alles lief mehr oder weniger nach Erwartung, bis das Konzil vor wenigen Jahren, in seiner “unergründlichen Weisheit” beschlossen hat, in dieser Schöpfung aufs Gas zu treten und einige Schleier beiseite gezogen hat.”

“Du hast das nicht gut gefunden?”, fragte Aragon.

“Doch, verdammt, zuerst fand ich es als eine unglaublich gute Idee und es kam eindeutig meiner Ungeduld entgegen, die Dinge zu beschleunigen. Doch, ich fand es sehr gut. Das Problem ist, es ist nicht gut geworden! Tatsächlich finde ich, hat es vieles verschlimmert!”

“Wie meinst du das? Es läuft doch recht gut nach Plan, zumindest rechtfertigt es die Beschleunigung”, meinte Aragon.

“In was für einer Traumwelt lebt ihr eigentlich”, brauste Luzifer auf. Seht ihr denn nicht, dass die Verwirrung sich potenziert hat und die Verleugnung der Realität sich verzehnfachte? Tatsächlich meistern nur wenige die Herausforderung, aber die große Mehrheit möchte am liebsten einfach nur “die gute alte Zeit” zurück. Inzwischen weisen viele jede Art von euren Channelings zurück und rate mal, wer wieder die Schuld bekommt, weil es nicht so läuft, wie sie angenommen haben?” Luzifer parodierte einen Trommelwirbel, “Tada – klar, ich, der alte Bösewicht und seine Schergen. Von Bewusstwerdung und Eigenverantwortung sieht man nur sehr wenig.”

Konsterniert beobachtete Luzifer, wie Aragon vor ihm in lautes Gelächter ausbrach. “Was ist daran so lustig, du Schlaumeier?”

“Was daran lustig ist, fragt er.” Aragon krümmte sich vor Lachen und konnte sich kaum einkriegen. “Ahhahahahaha, ich brech ab. Alter, dir entgeht vollkommen die Absurdität der Situation. Ich sehe mich schon, wie ich dem Alten das erkläre: Aragon veränderte seine Stimme zu einem verschwörerischen Flüstern: “Du, ich glaube, wir müssen Luzifer in Frührente schicken. Ich befürchte irgendwelche geheimen Mächte haben ihn entführt und einer Gehirnwäsche unterzogen. Der Arme ist ganz aus dem Häuschen und begreift mittlerweile nicht mehr das Konzept, dass Entwicklung einfach Zeit braucht. Vielleicht sollten wir einen neuen Job für ihn ins Auge fassen. Vielleicht als Beobachter der Sonne oder Fensterputzer auf dem Mond. Da kann er eine ruhige Kugel schieben und braucht sich über nichts mehr aufregen.”

“Mach dich gefälligst nicht über mich lustig, das ist es nicht”, schnappte Luzifer.

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“Doch, mein Freund. Das ist es. Es ist unglaublich komisch”, kicherte Aragon. “Versuch das mal mit meinen Augen zu sehen. Da steht Luzifer, der Erzengel der kosmischen Revolution vor dir, ein Wesen, dessen Ruf in diesem Universum einen ehrfurchtgebietenden Klang hat und da erzählt der dir, “OhGottohGottOjemine”, dass er vom eigenen Glauben abgefallen ist und kein Vertrauen mehr hat, dass die Entwicklung schon seinen rechten Gang gehen wird.

Hast du etwa geglaubt, dass die vielen Glaubenssätze, die man auf der Erde einfach entwickelt, innerhalb kürzester Zeit verschwunden wären? Oder hast du vielleicht erwartet, dass diese Entwicklung einfach jeder begrüßen würde und ruck zuck Erleuchtung überall geschieht? Komm schon, wenn das möglich wäre, dann wär das längst passiert. Nein, mein Junge, jeder einzelne da unten, jede einzelne Seele muss sich da selber hindurch wursteln. Das ist dann tatsächlich eine Entwicklung, man kann so was nicht “verschenken”, dann wäre es keine Entwicklung mehr und hat auch keinen Wert an sich. Es wird einige Generationen dauern. Du solltest das besser verstehen, wie jeder andere.

Habe ich irgendwas vergessen? Luzi, mach mal nen Realitätscheck. Glaub mir, wenn ich das dem Alten erzähle, liegen wir uns Tränen lachend in den Armen. Ich denke langsam, du schiebst hier nur Ausreden vor dir her. Hör also auf meine Zeit zu vergeuden und rück die Tatsachen raus.”

Nun war es an Luzifer, innerlich zu seufzen. Er war in der irrigen Hoffnung hierhergekommen, dass er sich um die Wahrheit herumreden könnte. Einer Wahrheit, die er sich selbst ungerne eingestand. Richtig, er war das älteste, stärkste und durchsetzungsfähigste Wesen, in diesem Universum. Viele Mythen rankten sich um seine Taten, seinen Mut und die Tatsache, dass er dem Konzil und dem Alten, einst die Stirn bieten konnte. Neu war für ihn nun die Tatsache, dass selbst er Grenzen hatte und nicht unendlich viel aushalten konnte. Er atmete tief durch – was solls, dachte er. Ich schmeiß ihnen das jetzt einfach vor die Füße ..

“Es stimmt, ich hab n paar Sachen vorgeschoben, die – wie ich einsehe, nicht grade überzeugend klingen. Aber richtig ist nach wie vor, dass ich diesen Job – zumindest im Moment, nicht mehr länger machen kann.”

Aragon lehnte sich vor – “wie stellst du dir das vor? Deine Energie ist mit jeder DNS, aller inkarnierten Seelen verbunden. Wäre dem nicht so, du hättest keinen Einfluss da unten. Wir können das nicht einfach so zurückziehen, das wäre eine Katastrophe.”

“Siehst du, das ist exakt der Punkt. Es geht genau um diese “DNS Sache, die ist nämlich keine Einbahnstraße. Von jedem Träger der Luzifer Energie, also jeder inkarnierte Seele, fließen Energien, die mit den Meisterschaftsthemen zusammenhängen, wieder zu mir zurück. Also habe ich es ständig mit schweren Energien zu tun, die ich persönlich tragen muss. Du weisst schon, emotionaler, geistiger und seelischer Schmerz. All die verklebten Energien, die mit der Leugnung von Lust, Leben und der Existenz an sich zusammenhängen. Angst, Hass, Wut, Neid, etc. Ich rede hier nicht von ein paar älteren Seelen, bei denen es für ihre weitere Entwicklung, zumindest eine Zeitlang, wichtig ist sich zurückzuziehen, um sich neu zu rekalibrieren. Da spielt nun wirklich das 2012 Thema eine Rolle, weil der Rückstau all dieser Energien sich auf eine Weise vervielfältigt hat, wo ich nun einsehen muss, dass ich das nicht weiter tragen kann.

Die pure Wahrheit ist, ich kann es nicht mehr. Ich scheine ein persönliches Limit erreicht zu haben. Mein Problem ist, dass ich diese rückfließenden Energien in mein Energiefeld integrieren und klären muss, bevor ich meine Energie wieder in deren DNS zurückkanalisieren kann. Die Realität ist, ich komme nicht mehr mit der Klärung hinterher. Es staut sich immer mehr und es fällt mir schwer, zugeben zu müssen, dass ich dadurch meinen Job nicht mehr korrekt machen kann. Die Luzifer Energie wird so zur Belastung, das kann ich nicht hinnehmen. Was wiederum bedeutet, dass von eurer Seite aus, irgendwas unternommen werden muss. So kann es auf keinen Fall weitergehen, ich fühle mich schon wie eine Müllkippe .. “

Aragon musste erst mal seine Gedanke ordnen. Das war ernsthaft. Und damit hatte er nicht gerechnet. “Tut mir leid, Luzi. Ich weiß momentan nicht, was ich dazu sagen soll und Lösung fällt mir dafür auch keine ein. Ich kann es aber auch nicht Gegenargumentieren. Das beste wird sein, ich informiere umgehend den Alten. Das scheint nun doch ernster zu sein, als gedacht. Das geht eindeutig über meine Gehaltsstufe – würde ich ein Gehalt bekommen.”, fügte er sarkastisch hinzu.

“Mach das, aber ohne mich. Ich will eigentlich nicht anwesend sein, wenn du mit ihm sprichst.”

“Zu spät, mein Junge.”, dröhnte eine Stimme, die von nirgends und überall zu kommen schien. Eine mächtige, uralte Energie erfüllte den Raum mit ihrer Präsenz. Deswegen hieß er überall nur “der Alte”. Wer jemals diese Energie in seiner Gegenwart spürte, würde die kosmischen, zeitlosen Äonen der ewigen Existenz fühlen können, die davon ausstrahlte. Aragon und selbst Luzifer, hielt in dessen Anwesenheit kurz den Atem an. Es war nahezu unmöglich, sich dieser Energie zu entziehen. Sie gab einem sofort das Gefühl, dass alles, wirklich alles in Ordnung war.

“Ich habe schon länger zugehört und nur darauf gewartet, bis Aragon dir den Popel aus der Nase gezogen hat. Ich wollte warten, bis du bereit warst, dein Eingeständnis mit Aragon zu teilen. Es war wichtig, dass es aus dir selbst gekommen ist. Aber das hat ja echt gedauert”, gluckste die Stimme fröhlich.

“Du hast also zugehört”, sagte Luzifer niedergeschlagen.

“Ja, ich habe zugehört. Ich weiß genau, wie schwierig es für dich gewesen ist, mit deinem Anliegen hierherzukommen. Auch wenn du glaubst Unbesiegbar zu sein, jeder hat seine Grenzen. Betrachte das nicht als eine Schwäche, denn das ist es nicht. Es demonstriert nur, dass du noch immer ein empfindsames Wesen bist. Keine Sorge”, schmunzelte er, “wir werden es nicht weiter erzählen” ..

In einem mehr geschäftsmäßigen Ton, sprach “der Alte” weiter: “Ich habe seit längerem damit gerechnet, eigentlich erwartete ich schon viel früher, dass es passiert. Das spricht Bände für deine Nehmerqualitäten, aber hier sind wir nun und du hast Recht. Etwas muss getan werden.”

“Okay”, sagte Aragon. “Aber was? Wir können Luzifer seinen Wunsch nicht stattgeben, er kann nicht einfach “aufhören”. Das geht nicht.“

“Jungs, es gibt nichts, was nicht geht. Es muss nur ein konstruktiver Weg dafür gefunden werden. Und ich habe bereits einen gefunden. Nummer eins: Luzifer bekommt eine Auszeit, um sich zu erholen. Nummer zwei, wir werden einen “neuen Luzifer” installieren. “

“WAS?” Luzifer und Aragon waren beide schockiert und überrascht.

“Es ist einfacher, als ihr beide glaubt. Aragon hatte Recht, als er sagte, dass deine Energie ein unbedingt notwendiger Bestandteil dieser Schöpfung und des Inkarnaionskreislaufes ist. Das könnte nicht mal ich ändern. Okay, ich könnte schon, aber dann müsste alles wieder zurück auf Anfang gesetzt werden und darauf habe ich nun wirklich keine Lust. Nein, wir machen das anders. Es mag euch vielleicht überraschen, aber es gibt mittlerweile viele Wesen, die nur zu gerne, für eine bestimmte Zeit Luzifer auf der Erde spielen würden. Es spielt hierbei keine Rolle, dass die gar nicht wissen, wie schwierig das ist. Aber so haben die eine neue Lernkurve zu meistern und du Luzifer, bis dein Problem los. Luzifer wird ab sofort kein Wesen mehr sein, sondern ein Titel, der auf absehbare Zeit getragen werden kann. Jeder der möchte, darf einmal Luzifer sein.”

“WOW!”, sagten beide gleichzeitig. Die Eleganz und Einfachheit dieser Lösung, beeindruckte sie zutiefst.

“Luzifer, mein Junge, du überträgst einfach dem jeweiligen Titelträger deine Energien, indem du sie duplizierst. Sie müssen dann lernen, damit zurechtzukommen. Ich bin gespannt, ob nach ein paar Runden, immer noch so viele Luzifer sein möchten .. “ lachte der Alte. “Aber vorerst sollte das unser Problem lösen.” Der Alte sendete Informationen in Luzifers Feld und sagte: “Da ist eine transluminale Seele aus dem kausalen Erfahrungsspektrum, die es kaum abwarten kann, dass du sie aufsuchst und bezüglich deiner Tätigkeit instruierst. Ich schlage vor, du gehst gleich zu ihr und klärst die Einzelheiten, damit die Dinge in Bewegung kommen.”

Luzifer löste sich aus dem Sessel, nickte Aragon dankend zu und drehte sich in Richtung Türe.

“Luzifer”, rief der Alte.

“Ja, ist noch was?”

“Ja, ich möchte dir sagen, dass es mich sehr gefreut hat, nach so langer Zeit, dich wieder zu sehen.”, sagte der Alte, mit Wärme in seiner Stimme.

“Mich auch, wirklich”, antwortete Luzifer, der wie ein frisch geprägtes Geldstück strahlte. Und husch, weg war er.

Aragon blickte ihm nachdenklich hinterher, versunken in seinen eigenen Gedanken.

“Ist er weg”, fragte der Alte leise.

Aragon nickte. “Ja, er ist gegangen.”

“Ganz sicher?”

“Ja, ganz sicher.”

“Puh, also das lief doch ganz gut, meinst du nicht?”

Aragon hatte keine Ahnung, worauf der Alte hinaus wollte. Also nickte er nur vage.

“Du wunderst dich wahrscheinlich, warum ich solch einen Zug gemacht habe. Die Wahrheit ist, mir blieb nichts anderes übrig. Wir beide wissen ganz genau, dass einen Luzifer niemand wirklich ersetzen kann. Es wird also zu Problemen kommen, die wir jetzt noch nicht kennen. Sicher, man hätte ihn zwingen können, in eines unserer Klärungszentren zu gehen und ihn dann wieder zurück zur Arbeit zu schicken. Aber weisst du, Luzifer wäre ohne weiteres in der Lage, eine zweite Revolution zu starten, wenn er seinen Willen nicht bekommen hätte. Gut, vielleicht auch nicht, aber dieses Risiko wollte ich nicht eingehen.

Ich liebe den Jungen, aber er ist unberechenbar – auch heute noch. Glaub mir, so ist es am besten. So wie ich ihn kenne, hat er nach n paar Tausend Jahren genug und er langweilt sich wieder. Wir werden die Luzifer Jobrotation auf 1000 Jahre, pro neuen Anwärter begrenzen. Das sollte den Schaden etwas im Rahmen halten. Ich hoffe, die Kinder da unten, werden damit klarkommen.”

Aragon blieb nicht viel anderes übrig, als zustimmend zu nicken. Niemand konnte einen durchdrehenden Luzifer brauchen. Das einmal zu erleben, reichte vollkommen.

Trocken sagte er: “So viel also zum “allmächtigen Gott”.

Beide stimmten in ein lautes und herzliches Gelächter ein ..

Until next time same station ..

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@Steven Black

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Zur Wissenschaftskritik – was früher Ketzerei war, ist heute die #Verschwörungstheorie

Ein Grundsatzessay zur Kritik und den blinden Flecken der Gegenwartswissenschaft

Quelle


Einführung in die Grundlagen der Grenzwissenschaft

„Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.“ (Quelle)

Mit diesem Zitat* beschreibt der Physiker und Begründer der Quantenphysik Max Planck den systematischen, sich durch die Historie des Menschen ziehenden Zustand einer jeden Wissenschaft. Wissenschaft ist, in aller Kürze, die exakte Beobachtung. Wer aber in tradierten Perspektiven unter grundsätzlichem Ausschluss dem Zeitgeist widersprechender Schlussfolgerungen „beobachtet“, verliert den notwendigen Grad an Exaktheit, der zur Erfassung neuer, wissenschaftlicher Wahrheiten unerlässlich ist. Wenn wir nun also die Beobachtung der Wissenschaft beobachten, dann lässt sich feststellen, dass dieser Mechanismus als historisches Gesetz damals wie heute ungebrochen scheint.

Dies soll deshalb die Leitthese der nachfolgend essayistischen Untersuchung sein, nämlich:

Seit Anbeginn staatlicher Herrschaft, und damit der Unterjochung einer Mehrheit durch eine Minderheit, irrt die Mehrheit der Akteure jedweder Gesellschaftsorgane Kopf an Kopf ziellos als Masse umher, während bahnbrechend-revolutionärer Fortschritt meistens nur von einer kleinen, progressiven Minderheit ausgeht – die häufig aufgrund ihrer Unkonventionalität anfangs noch Ignoranz, Spott oder gar Verfolgung durch Gesellschaft und etablierter Elite (Politik, Wissenschaft, Kirche u.ä. Institutionen) erfährt, später jedoch (meist posthum) in ihrer Genialität (an)erkannt werden.

 

Die Jahrhundertlüge Buchdie-jahrhundertlu%cc%88ge-buchAuch wenn es die Gegenwartswissenschaft nicht wahrhaben will: Diese historische Gesetzmäßigkeit hat selbst heute ihre Gültigkeit nicht verloren. Schauen wir also, wie es sich damit im Detail verhält; wer und was heute wie damals verachtet wurde, welche Wissensfelder trotz hoher Relevanz und Plausibilität weder im wissenschaftlichen, noch im gesellschaftlichen Diskurs Einzug finden – weil dem herrschenden Legitimationsnarrativ teils fundamental widersprechend. Diese Widerspruch erhebenden Elemente waren einst die Ketzer; heute fallen sie unter den von der CIA nach der Ermordung Kennedys als Kampfbegriff eingeführten Terminus „Verschwörungstheoretiker“ und werden damit ebenso diskussionslos von allen Teilen der Gesellschaft geächtet.

Seit dem Beginn der geschriebenen Zivilisationsgeschichte zieht sich also ein bestimmtes Merkmal als historische Konstante durch die Weltgeschichte: Das Begreifen der stattfindenden Tatsächlichkeit durch eine Minderheit, deren progressive Erkenntnisse anfänglich stets von einer überwältigenden – immer die Herrschenden einschließenden – Mehrheit negiert, tabuisiert oder gar verfolgt werden.

Dies sollen folgend einige historische Beispiele verdeutlichen, ehe anschließend die gegenwärtig ver- wie missachteten Themenkomplexe der Mainstreamwissenschaft als Grundpfeiler der „Grenzwissenschaften“ ausführlich dargestellt werden.

* zu diesem Planck-Zitat fand erst kürzlich eine Studie heraus: es stimmt!

Wissenschaftskritik – historische Beispiele blinder Flecken verschiedener Akteure

Exemplarisch und bestens bekannt dürfte das Beispiel um Christoph Kolumbus sein: während mehrheitlich die Erde für eine flache Scheibe gehalten wurde, an deren Ende man mit seinem Schiff „herunterfallen“ würde(s.u.), wagte Kolumbus dieses Unterfangen und bewies allen das Gegenteil. Zwar soll die „flache-Erde-Theorie“ laut Wikipedia nur ein moderner Mythos sein, wonach schon damals die Kugelhaftigkeit der Erde den meisten Menschen bekannt gewesen wäre, doch würde dies nichts daran ändern, dass der Wissenschafts- und Seefahrtsmainstream dennoch die ozeanische Überquerung Jahrhunderte als undurchführbar erachtete – bis ein mutiger Mann kam und dieses dogmatische Weltbild auf 3 Nussschalen durchbrach.

Apropos Weltbild: Ein weiteres Beispiel für das regelmäßige Versagen des etablierten Mainstream(wissen)s im Umgang mit neuem Wissen zeigt sich beispielhaft am Wechsel vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild.  Nikolaus Kopernikus veröffentlichte die Grundlagen dazu 1543 in Nürnberg kurz vor seinem Tod – gut 30 Jahre nach ersten Theorieentwürfen, um sich nicht den Spott der Fachwelt und den Zorn der Kirche zuzuziehen.

Fast 100 Jahre später steht auch ein Italiener namens Galileo Galilei für das kopernikanische Weltbild als neue Wissenschaft ein und belegt dies mit zahlreichen mathematischen und astronomischen Beobachtungen – mit der Folge, 1633 von der katholischen Inquisition  zu lebenslanger Kerkerhaft verurteilt zu werden. Und damit war er noch gut bedient, denn normalerweise droht solchen Delinquenten der Tod auf dem Scheiterhaufen. Einzig sein guter Ruf und einflussreiche Fürsprecher sorgten letztlich für eine Umwandlung der Kerkerhaft in Hausarrest.

In die gleiche Zeitenwende vom Mittelalter zur Neuzeit fällt auch die Lebensspanne Leonardo Da Vincis, der als Wissenschaftsgenie nur unter äußerst konspirativer Geheimhaltung die Anatomie des menschlichen Körpers untersuchen konnte. Obwohl zum medizinischen Fortschritt die Erkundung des physischen Körpers unerlässlich scheint, fiel eine solche Tätigkeit unchristlicher Ketzerei anheim – schließlich könne man nicht einfach am „Ebenbild Gottes“ herumwerkeln.

Ihrer Zeit vorauseilende Revolutionäre jedweder Bereiche werden also regelmäßig  vom Gegenwartszeitgeist als gesellschaftsfeindliche „Extremisten“ dargestellt – bis sie von der Nachwelt rehabilitiert und geadelt werden. So waren die demokratischen Elemente der Französischen Revolution zunächst geächtete Königsfeinde, kurz: Extremisten und Anhänger einer vermeintlich absurden Idee. Und heute? Heute feiern wir diese Revolutionäre als Vorreiter und Brückenkopf der Demokratie. Es wäre naiv anzunehmen, dieses historische Muster verlöre heute an Gültigkeit. Hätte man noch vor 300 Jahren einem Deutschen prophezeit, er würde schon gegen Ende dieses Jahrtausends seinen Wunschherrscher alle 4 Jahre an einem Sonntag in völliger Ermessensfreiheit auf einem Papier ankreuzen dürfen – was hätte man für Spott und Häme geerntet!

Neues Wissen und revolutionäre Ansätze sind für die Reputation der etablierten Wissen(schaffen)den gefährlich – alles, woran man zeitlebens glaubte und arbeitete, darf sich nicht durch ungestüme Sonderlinge als falsifiziert, als der Tatsächlichkeit nicht entsprechend herausstellen. Eine ähnlich existenzielle Angst geht in diesem Zusammenhang auch von der herrschenden Kaste aus, die oftmals den Großteil ihrer Herrschaftslegitimation aus der Anerkennung eines tradierten Wissens bezieht – etwa ein Königtum durch Gottesgnaden. Es können ferner aber auch schlicht wirtschaftliche Interessen vorliegen, die einer Ausweitung bestimmter Ideen entgegenstehen.

Aus diesen Erkenntnissen lässt sich ein historisches Gesetz konstatieren, wonach existenzielle Ängste dafür sorgen, dass Revolutionen im Wissenschafts- und Weltbild gehemmt, verzögert oder gar verhindert werden.

Einführung in die Hauptthemen der Grenzwissenschaft – die blinden Flecken der heutigen Wissenschaft

Dieses Phänomen ist heute ebenso präsent wie einst. Um zu überlegen, welche Erkenntnisse und Ideen uns heutzutage vorenthalten werden, braucht man nur zu schauen, welche Bewegungen und Theorien trotz Plausibilität nicht nur weder gesellschaftlich noch wissenschaftlich diskutiert, sondern gar gezielt der Lächerlichkeit preisgegeben oder tabuisiert werden. Hierzu gibt es eine ganze Reihe von Themenkomplexen, die eine ernsthafte Beschäftigung verdienen und vermutlich auch eines Tages bekommen, weil – ebenso vermutlich – als Teil der Tatsächlichkeit dann anerkannt.

Diese heute (miss-/ver-)achteten doch an Relevanz kaum zu schlagenden Themenfelder fallen alle unter den Terminus „Verschwörungstheorie“ (tlw. auch unter die „Esoterik“), sind somit gesellschaftlich geächtet und allein eine differenzierte, nicht sofort pauschal ablehnende Haltung dazu kann die eigene Karriere und den Ruf schnell ruinieren – wie jüngst das Beispiel um den Junghistoriker Dr. Daniele Ganser zeigt. Darum gilt: entweder Schweigen oder in den spöttischen Tenor des Mainstreams einstimmen.

Zu diesen Brisanzthemen gehören in unserer heutigen Zeit u.a. die folgend ausführlich erläuterten Themenfelder:

  • Geldsystem- und Zinskritik
  • Die Bilderberg-Konferenz
  • 11. September und verdeckte Kriegsführung (Operationen unter falscher Flagge)
  • Geheimlogen, „Neue Weltordnung“ (NWO) und Illuminati – gibt es eine konspirative Weltregierung?
  • Prä-Astronautik, Ufologie und Außerirdische
  • „Freie Energie“
  • Reinkarnation und Karma – Esoterikspinnerei oder verkannte Realität?
  • Kapitalismus – einstiger Motor, doch heute nur mehr Bremsvorrichtung

 

Geldsystem- und Zinskritik

Der gelernte Kaufmann Silvio Gesell wies schon um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert die destruktiven Eigenschaften eines zinsbasierten Geldsystems elaboriert nach, welches aufgrund des Zinseszinseffektes zu einem exponentiellen Wachstum von Schulden und Vermögen führen MUSS, sodass sich immer mehr Geld in immer weniger Händen zwangsweise ansammelt; die große Masse also schrittweise enteignet und verarmt wird; es regelmäßig zu Wirtschaftskrisen und Finanzkollapsen kommen MUSS. Nicht aus Faulheit werden die Menschen ärmer und die Schere zwischen arm und reich größer, sondern aus mathematischem, strukturellem Zwang!

Dass jegliches auf Zins und Zinseszins basierende Geldsystem langfristig wie unausweichlich zu tiefgreifenden Verwerfungen ökonomischer, politischer, sozialer und ökologischer Art führen MUSS, sei folgend mit dem Beispiel des sog. „Josephspfennig“ (auch Josefpfennig) illustriert – ein die Problematik stark vereinfachendes, doch die negativen Grundprinzipien des Zinses im Kern unleugbar aufzeigendes Beispiel:

Die Idee des fiktiven Josephspfennig stammt von Richard Price aus dem 18. Jahrhundert und befasst sich mit der theoretischen Entwicklung eines einzigen Cents, den man zu Jesus‘ Geburt mit 5% Verzinsung anlegt. Hätte man den Anspruch auf dieses Guthaben im Jahre 1990 geltend machen wollen, so bekäme man durch das exponentielle Wachstum des Vermögens utopische 134 Milliarden Erdkugeln aus purem Gold. Laut Wirtschaftsprofessorin Margrit Kennedy wäre diese Summe im Jahre 2000 auf nunmehr 500 Milliarden Goldkugeln angewachsen, was beweise, „dass Geld Welt frisst“.

Stichworte und Weiterführendes zur Geldsystem- und Zinskritik:

Schon hier stellt sich die Frage: Wie bitte kann diese so dermaßen plausible Theorie nicht einmal (!) an den Universitätsfakultäten diskutiert werden? Weder in den Studiengängen der Wirtschafts“wissen“schaften noch in den Zeitungen (egal welch politischer Färbung) findet sich eine Anregung dazu – obwohl die derzeitige Finanzkrise solche alternativen Theorien geradezu provoziert. Dafür gibt es scheinbar nur zwei mögliche Erklärungen:

  1. Die Theorie ist derart hanebüchen und haltlos, dass sie keiner Erwähnung bedarf (liegen diese Ausnahme-Akademiker als Verfechter der Zinskritik also alle daneben?).
  2. Oder eine zweite Möglichkeit träfe zu: die Annahme eines verhängten Schweigemantels durch die Profiteure dieses Finanzsystems – also der monetären Elite des Planeten. Obwohl viel sinniger als Möglichkeit 1, wird diese These sofort als „Verschwörungstheorie“ verworfen. Aber ist denn eine nicht öffentliche Zusammenkunft von Mächtigen zur Ausarbeitung und Durchführung einer nur ihnen bekannten Agenda mit dem Ziel der Machtfestigung und –ausweitung wirklich so abstrus und undurchführbar? Ich verweise auf den nächsten Punkt:

Literatur:

Die Bilderberg-Konferenz

Wie in diesem Blog schon einmal ausgeführt, existiert eine heterogen zusammengesetzte Gruppierung mit dem Namen „Bilderberger“, die jährlich zu Konferenzen lädt, die rein privat sein sollen und von denen inhaltlich nichts an die Öffentlichkeit dringt.

Brisanterweise nehmen dort die einflussreichsten Größen aus Politik, Wirtschaft, Finanzen, Medien, Militär und Adel teil – dagegen ist der „G7-Gipfel“ die reinste Unterbesetzung. Und trotzdem verlor bis dieses Jahr (2015) kaum eine Zeitung auch nur ein (!) müdes Wort darüber, ja nicht einmal Politikwissenschaftlern der Universität ist dieses Konferenzformat bekannt. Wie wir sehen, ist eine solch konspirative Zusammenkunft elitärer Kreise unter Schützenhilfe der Medien problemlos möglich, der angeblich private Charakter als apolitisches „Kaffeekränzchen“ ist reichlich absurd – zumal der Steuerzahler an den Millionenkosten dieser „Privatkonferenz“ beteiligt wird. Siehe auch Prof. Michael Hartmanns Vortrag zur Thematik: „Eliten in Europa„.

Literatur:

11. September und verdeckte Kriegsführung „false flag“

Der 11. September 2001 ist DIE (geo)politische Zäsur des noch jungen 21. Jahrhunderts. Er ist der Dreh- und Angelpunkt der (westlichen) Politik, auf den die US-Präsenz und Kriege im Nahen Osten ebenso zurückgehen wie freiheitsbeschränkende Überwachungs- und Kontrollgesetze in der westlichen Welt.

Der 11. September war ein derart geopolitisches Geschenk an die USA, dass man ihn hätte erfinden müssen, gäbe es ihn nicht. Oder wie ein amerikanischer Thinktank Ende der 90er Jahre in dem Positionspapier „Rebuilding America´s Defenses“ bemerkte:

“Further, the process of transformation, even if it brings revolutionary change, is likely to be a long one, absent some catastrophic and catalyzing event – like a new Pearl Harbor.” (Quelle)

Dass die Ereignisse rund um 911 völlig offensichtlich (s.u.) eine selbst inszenierte „false flag“-Operation darstellen, brauche ich den meisten Lesern hier wohl nicht erklären. Obwohl die zahlreichen Ungereimtheiten dieses Tages noch immer nicht lückenlos aufgeklärt wurden, fällt darüber keine einzige, kritische Silbe in den Medien oder der Politik. Jeder diese Tragödie Hinterfragende wird ausnahmslos und sofort als Verschwörungstheoretiker verunglimpft – ein Austausch von Argumenten findet überhaupt nicht oder nur fadenscheinig statt. Nicht nur, dass eine relativ neue Studie herausgefunden hat, dass ebenjene Kritiker der offiziellen Darstellung in der Diskussion darüber sachlicher, argumentationsorientierter und besonnener auftreten als ihre Kontrahenten – auch innerhalb der eigentlich dafür zuständigen Wissenschaft findet 911-Kritik null (!) Anklang, wovon der unsägliche Vergleich Prof. Neitzels von Holocaustleugnern mit 911-Kritikern zeugt.

Viele Menschen können es sich einfach nicht vorstellen, dass eine Regierung 3000 Landsleute zur Durchsetzung einer Agenda opfert – dabei wurde genau dieses Prinzip schon in der „Operation Northwoods“ angedacht, deren Akten heute öffentlich einsehbar sind. Damals wollten US-Kreise u.a. ein voll besetztes Passagierflugzeug über Kuba zum Absturz bringen, um es Fidel Castro anlasten zu können – ein Glück verbot der damalige US-Präsident J.F.Kennedy diese Praxis. Aber wir sehen: Solcherart Überlegungen sind uralt und keine Verschwörungstheorie, sondern historische wie politische Realität!

Ein zweiter und ebenso sehr wichtiger Punkt, weshalb der „gemeine Systemlemming“ den 11. September (oft unbewusst) nicht als inszeniert erkennen kann, liegt im Zusammenbruch des sozialisierten westlichen Weltbildes: Wir sind doch die Guten und führen Kriege nur zum Zwecke des Friedens; nie würden unsere Geheimdienste konspirativ agieren und für eigene Interessen die eigenen Bürger töten! Außerdem müsste man sich eingestehen, jahrelang geblendet und für dumm verkauft worden zu sein – ein redlich unangenehmer Gedanke. Zudem scheuen sich diese Menschen vor der unweigerlich zu ziehenden Konsequenz aus 911, die man ebenso oft unbewusst im Geiste zieht, weil sie sich zwangsweise aus den Ereignissen und ihrer Rezeption ergibt: Irgendeine personalschwache doch -mächtige Instanz ist in der Lage, die Massenmedien, die Wissenschaft, die Politik, die Wirtschaft und sonstige Gesellschaftsorgane dergestalt zu kontrollieren, zu unterdrücken und zu manipulieren, dass allein das Stellen kritischer Nachfragen diskussionslos als absurde Verschwörungstheorie verspottet wird.

Müssten nicht sämtliche (Brandschutz-)Versicherungen ein Interesse daran haben, zukünftige Hochhauseinstürze durch Bürobrände nun (neu) zu kalkulieren bzw. den wirklichen Gründen nachzugehen? Müssten nicht sämtliche Statiker und Architekten ein Interesse daran haben, Stahlgebäude gegen Bürobrände einsturzsicher (nach) zu konstruieren? Weshalb gehen nicht alle Abrissfirmen dazu über, absofort mittels mehrstündiger Bürobrände statt aufwendiger und teurer Sprengvorrichtungen Gebäude abzureißen? Müsste nicht die (Natur-)Wissenschaft ein Interesse daran haben, herauszufinden, warum Newtons Gravitationsgesetze am 11. September 2001 Urlaub machten? Wer ist so mächtig und kann die kritische Berichterstattung über 9/11 im Keim als „Verschwörungstheorie“ ersticken ohne sich wissenschaftlichen Fakten zu stellen? Wer ist so mächtig, um das Terrorgeschwätz bis nach Europa zu tragen und auch hier einen massiven Überwachungsapparat aufgrund des neuen, künstlichen Feindbildes mit hierzulande faktisch keinerlei Bedrohung zu installieren? Immerhin starben in Deutschland bisher „nur“ zwei (!) Menschen durch islamistische Terroranschläge – nämlich zwei US-Soldaten im März 2011 am Frankfurter Flughafen durch einen um sich schießenden Islamisten.  Im Gegensatz dazu sterben hierzulande etwa 800 Menschen jährlich an verschluckten Fischgräten – ohne auch nur näherungsweise den medialen Stellenwert der ständig geschürten islamistischen Terrorgefahr einzunehmen, obwohl die Wahrscheinlichkeit, daran zu sterben, ungleich höher ist.

Vielmehr gewinnt man den Eindruck, als wäre der 11. September 2001 der Startschuss zum Aufbau eines neuen, nach dem Kalten Krieg weggefallenden, Feindbildes zwecks Legitimierung immer umfangreicher werdender überwachungsstaatlicher Maßnahmen sowie als Vorwand zur Invasion geopolitisch wichtiger Regionen gewesen.

Wer also behauptet, 911 tangiere ihn doch gar nicht mehr und hätte keinen Einfluss auf das unmittelbare Leben, der verkennt die Realität – denn dieses Ereignis bildet bis heute das Fundament der innen- und außenpolitischen Maßnahmen in den westlichen Staaten. Allein deshalb muss es erlaubt sein, kritische Fragen zu stellen und Antworten zu verlangen. Stattdessen Spott, Häme, Diskreditierung, Diskriminierung und Ächtung durch alle gesellschaftsrelevanten Akteure.

Und ebendiese Ignoranz der Tatsächlichkeit gegenüber wird man ebenjenen Menschen – vorrangig Wissenschaftlern, Journalisten, Politikern – eines Tages vorwerfen, denn erst durch deren Verhalten wurde die Akzeptanz eines ergebnisoffenen Diskurses zum 11. September gegenwärtig unmöglich gemacht. Einziges mir positiv bekanntes Beispiel der wissenschaftlichen Zunft im deutschsprachigen Raum ist der Schweizer Junghistoriker Dr. Daniele Ganser, der unvoreingenommen einen solchen Diskurs öffentlich vehement einfordert und in seiner Tätigkeit als Universitätsdozent auch initiiert.

Jener weist auch darauf hin, dass es selbst in jüngster Vergangenheit immer wieder Regierungslügen zur Begründung von Kriegsinterventionen (Stichwort: Tonkin-Zwischenfall im Vietnamkrieg, Brutkastenlüge im 1. Irakkrieg, Massenvernichtungswaffen-Lüge im 2. Irakkrieg und viele weitere mehr) wie auch staatlich geplanten und tatsächlich organisierten Terrorismus gegen die eigene Bevölkerung gegeben hat (Operation Gladio bspw., in der NATO-Geheimarmeen Bombenanschläge wie in Italien mit über hundert Toten ausführten, um es kommunistischen Bewegungen anzulasten). Es wäre reichlich naiv anzunehmen, dass diese geheimdienstliche Praxis heutzutage keine Anwendung mehr fände – zu lukrativ erscheint der Hinzugewinn bei geringem Entdeckungsrisiko durch mediale, politische und wissenschaftliche Schützenhilfe.

Natürlich treffen nicht alle, vielleicht sogar nur wenige, der von den Kritikern angeführten Ungereimtheiten zum 11. September 2001 tatsächlich zu – wir können eben auch nur aus der Ferne Fragen aufwerfen und Theorien aufstellen. Träfe aber auch nur einer der vorgebrachten Hauptkritikpunkte zu, fiele die ganze offizielle Verschwörungstheorie in sich zusammen, nach der ein einst von der CIA ausgebildeter Höhlenräuber 19 mit Teppichmessern „bewaffneten“ Komplizen die beste Luftverteidigung der Welt aushebeln ließ, um mit 2 Flugzeugen 3 Hochhäuser im nahezu freien Fall entlang des Weges mit dem größten Widerstand zu pulverisieren…

Informative Dokumentationen und Interviews sowie allgemeine Informationen rund um die Merkwürdigkeiten des 11. Septembers 2001 als Stichworte und Weiterführendes:

Zahlreiche kritische Dokumentationen zum 11. September als Inspiration ohne Anspruch auf Deutungshoheit:

Literatur:

Geheimlogen, „Neue Weltordnung“ (NWO) und Illuminati – gibt es eine konspirative Weltregierung?

Und wenn so etwas wie 9/11 oder das Zinssystem ohne gesellschaftlich akzeptierte Kritik daran existent sein kann, dann wäre theoretisch auch so etwas wie die „Neue Weltordnung“ (NWO) möglich – also der langfristige Plan einer im Verborgenen operierenden Elite (oft „Illuminaten“ genannt) zur Errichtung eines globalen, totalitären Polizeistaats mit Weltregierung, Weltwährung, Weltarmee, Weltreligion etc.

Immerhin berichten uns zahlreiche Whistleblower, angeblich für ein solches weltumspannendes Netzwerk gearbeitet zu haben und selbst die Süddeutsche-Zeitung nennt für Italien das Beispiel der P3-Loge in einem ungewohnt investigativen Artikel. Mittels pyramidal aufgebauter hierarchischer Strukturen soll eine kleine, der Öffentlichkeit unbekannte Elite anhand zahlreicher verschiedener Geheimlogen und Bruderschaften das Weltgeschehen lenken.

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Namen, die in diesem Zusammenhang immer wieder auftauchen, sind die Familien Rockefeller und Rothschild, die britische Krone, der Vatikan, die Freimaurer, die Bilderberger, der Council of Foreign Relations und viele weitere mehr.

Hier erreichen die Theorien eine unmöglich zu erfassende Bandbreite verschiedenster (teilweise hochabsurd anmutender) Behauptungen. Von reptiloiden, shapeshiftenden Außerirdischen über Bankiers-Familien und adeligen Blutlinien bis hin zu einer „jüdischen Weltverschwörung“ werden zahlreiche Spekulationen ausgeführt und oft als „die ultimative Wahrheit“ zu verkaufen versucht.

Von dieser „allgemeinen jüdischen Weltverschwörung“ liest man auf einigen Seiten der alternativen Wissenstheoretiker leider immer wieder. Diese Theorie halte ich für unzutreffend und eventuell gezielte Desinformation, weil allein aufgrund der Tätigkeit einer kleinen, zahlenmäßig kaum fassbaren Minderheit „Illuminati“ niemals pauschalisierend auf die Allgemeinheit der übrigen (Religions)angehörigen zu schließen ist. Als würden „die Juden“ (weltweit 14 Millionen Menschen) gemeinschaftlich einen solchen Plan konspirativ verfolgen (können) – dem widerspricht allein schon das bei einer Konspiration unvermeidliche „need to know“-Prinzip. Aber selbst wenn die gesamte Riege der „Illuminati“ vorgeblich jüdischen Glaubens wäre, kann man doch nicht die restlichen 99,x % pauschal dazuzählen. Schon Jesus betonte in der Offenbarung des Apostels Johannes (2,9): “Ich kenne […] die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden, und sind´s nicht, sondern sind die Synagoge des Satans“.

Im Gegensatz zu den anderen hier genannten Themenfeldern liegen für den Gesamtkomplex „geheime Weltregierung“ aber schon allein mangels Fassbarkeit keine hinreichenden Beweise oder stichhaltigen Indizien vor. Auch persönlich bin ich davon nicht wie bei den anderen hier genannten Themen vollends überzeugt, halte es aber für durchaus denkbar – die Bilderberger machen es ja vor, dass wenige Menschen ganzen Gesellschaftsbereichen wie Politik, Medien, Wissenschaft etc. ihre Agenda aufzwingen können. Auch lässt die Vertuschung des 11. Septembers ebenso wie die Nichthinterfragung des zinsbasierten Geldsystems gewisse Schlüsse auf zumindest partiell transnationale Konspirationszirkel schließen.

Literatur:

Prä-Astronautik, Ufologie und Außerirdische

Dem wohl eines Tages für seinen Mut und die Bekanntmachung der präastronautischen Komponente innerhalb der Menschheitsgeschichte gefeierten Pionier Erich von Däniken ist es zu verdanken, dass die Theorie über Besuche außerirdischer Raumfahrer in der menschlichen Vorzeit heutzutage einer breiten Masse als „Prä-Astronautik“ bekannt ist. Selbstverständlich wird er im zeitgeistigen Habitus als Spinner gebrandmarkt, welcher seitens der Wissenschaft bestenfalls ignoriert, gerne aber auch missgedeutet und ohnehin rigoros abgelehnt wird. Anstatt sich an offensichtlichen Kleinstfehlern oder gelegentlich auch falschen Einschätzungen Dänikens aufzuhängen, sollte es vielmehr darum gehen, den zahlreichen Hinweisen auf das Vorhandensein einer technologischen Höchstkultur in präantiker Zeit grundsätzlich vorurteilsfrei nachzugehen.

Der NASA-Wissenschaftler und Raketentechniker Joseph Blumrich wollte beispielsweise Dänikens Behauptung widerlegen, in der Bibel spräche im Buch Ezekiel ebenjener von einer Begegnung mit außerirdischer Hochtechnologie und Raumschiffen. In seinem Buch „Und da tat sich der Himmel auf“ schreibt er im Vorwort, dass sein Versuch, Däniken zu widerlegen, ins genaue Gegenteil umschlug und er noch nie über einen Irrtum so dankbar gewesen sei – denn er rekonstruierte die Schilderungen Ezekiels mittels technischer Zeichnungen und kommt zum Ergebnis, dass dieser tatsächlich eine fortgeschrittene Raumfahrt-Technologie beschreibt, gesehen und real erlebt haben muss.

In nahezu allen Kulturen der verschiedenen Kontinente kommen „Sternenkinder“, „Götter, die vom Himmel kamen“ und ähnliche Wesen vor, die den Menschen großes Wissen brachten und ganz im Sinne des Clarkeschen Gesetzes solcherart Hochtechnologie als göttliche Zauberei fehl interpretierten.

So finden wir bereits in der ersten (!) Hochkultur der Menschheit, den Sumerern, eine Einteilung des geometrischen Kreises in 360° ebenso vor, wie alle Planeten unseres Sonnensystems und anderes hohes Wissen, das ihnen nach eigener Überlieferung von überirdisch erscheinenden Wesen namens „Anunnaki “ („Jene, die vom Himmel kamen“) gelehrt wurde. In der ersten Schriftsprache der Menschheit, der sumerischen Keilschrift, ist all dies minutiös dokumentiert und von Zecharia Sitchin übersetzt worden. Woher, wenn nicht von außerhalb, sollten sie auch sonst den Pluto kennen, den wir erst 1930 (!) entdeckten? In den über 5000 Jahre alten sumerischen Tontafeln finden sich wie auch im indischen Mahabharata zudem viele detaillierte Beschreibungen von Raumschiffen, Bergbautechnik und anderer Hochtechnologie.

Selbst heute hätte man allergrößte Mühe und müsste rund 5 Milliarden Dollaraufbringen, würde man die große Cheopspyramide von Ägypten nachbauen wollen. Während die damaligen Bauherren nach offizieller Geschichtsschreibung nur 20 Jahre dafür benötigten, würden wir heutzutage immer noch ganze 5 Jahre brauchen. Merkwürdigerweise enthalten die ägyptischen Pyramiden bereits zahlreiche, oft erst heute verwendeter mathematischen Einheiten wie die Kreiszahl Pi, der Zoll, der Fuß, der Meter etc. (Vgl. die Forschung vom Dipl.-Ing., Bau-Ing. Axel Klitzke als öffentlich zugängliche Vorträge).

In Baalbek bspw. stehen aus dieser Zeit stammende, bearbeitete und für den Bau vorgesehene Monolithen von bis zu 1650 Tonnen (!) Gewicht, die wir selbst heutzutage nur unter größter Mühe und dutzenden von Lastkränen (!!) bewegen könnten. An unzähligen Orten auf der ganzen Welt finden wir viele weitere in präziser Perfektion und monströser Ausmaße gestaltete Anlagen (s.u.), bei denen selbst heutige Experten Schwierigkeiten hätten, diese nachzubauen – schon gar nicht mit den damalig zur Verfügung stehenden Mitteln. Noch beeindruckender sind die Funde von Puma Punku, bei denen es sich um minutiös ausperfektionierte Steinblöcke handelt, die wie Teile eines riesigen Bausatzes aus der Fabrik 1:1 ineinander greifen. Wie gelang all dies unseren vermeintlich technologisch schwachbrüstigen Vorfahren?

Diese antiken Baumeister müssen zudem ein unglaublich hohes Wissen von der Anordnung und energetischen Wirksamkeit geometrischer Muster und Strukturen gehabt haben, was erst in jüngster Zeit innerhalb der alternativen, grenzwissenschaftlichen Forschungsszene unter dem Begriff „heilige Geometrie“ bekannt wurde und noch in den KinderEmbryonalschuhen steckt.

Ebenso eröffnet sich ein enorm weitflächiger, im wesentlichen noch völlig unerschlossener Horizont in der daran anschließenden Thematik heutiger UFO-Sichtungen und Augenzeugenberichten von Kontakten mit extraterrestrischen Entitäten. Hierzu und die Präastronautik untermauernde Indizien als Stichworte und Weiterführendes aufgelistet

 Literatur:

„Freie Energie“

Ein weiteres in der etablierten Forschung verkanntes Themenfeld ist jenes der sog. „Freien Energie“ (auch „Raumenergie“, „Alternative Energie“, etc.), welche im Kern davon ausgeht, dass an jedem Ort des Universums eine quasi endlos nutzbare, kostenlose Energiequelleanzapfbar ist, die ohne jegliche Schadwirkungen für Umwelt und Mensch unbegrenzt genutzt werden kann. Frühe Vordenker auf diesem Gebiet waren u.a. Nikolas Tesler oder Viktor Schauberger. Letzterer ging schon damals mit der Wissenschaft hart ins Gericht und erklärte:

Die ganze Gewaltpolitik bricht zusammen, wenn die Wahrheit herauskommt, daß die Wissenschaft der eigentliche Krebserreger ist. […] Die ganze Wissenschaft und was drum und dran hängt, ist eine regelrechte Räuberbande, die wie Marionetten am Schnürchen hängt und so tanzen muß, wie es die gut getarnten Sklavenhändler für notwendig finden. (Quelle)

Heutzutage existiert im deutschen Sprachraum nur ein einziger Professor (afaik), der sich dieser Theorieerkundung verschrieben hat und der von sich behauptet, bereits den experimentellen Nachweis der „Raumenergie“ bzw. „Nullpunktenergie“ erbracht zu haben: Prof. Claus Turtur. Ein Name, der sicherlich eines Tages aufgrund seiner scheuklappenlosen, innovativen Beschäftigung mit diesem Themenfeld als einer der ersten seriösen Fachrezipienten dieser die Welt verändernden Technologie in die Geschichte eingehen wird. Was wird ihm heute noch für Spott und Hohn entgegengebracht, denn aufgrund der Gesetze der Thermodynamik kann ein sich selbst erhaltenes System als sog. „Perpetuum Mobile“ unmöglich existieren – dabei ist die Thermodynamik nur an einem alten, wohl bald als überholt geltenden materialistischen Weltbild festgezurrt, das annimmt, bereits alle Grenzen des physikalisch Möglichen ergründet zu haben; eine unsägliche Arroganz, die sich immer wieder durch die Wissenschaftsgeschichte zieht und wahrhaftige Progression ausbremst. Genaugenommen entspricht auch ein auf freier Energie basierender Apparat überjaupt nicht einem Perpetuum Mobile, da es ja stets durch eine externe Energiequelle gespeist wird.

Überdies gilt es zu beachten, dass solcherart Entdeckungen wie Erfindungen in der marktwirtschaftlichen Logik auf einen systemimmanenten Widerspruch stoßen: Energiekonzerne hätten wegen des Zwanges zu ständigem Profit  einerseits keinerlei Interesse an solch einer Technologie, und andererseits würden sie aufgrund dieses Desinteresses sogar durch Aufkauf und Unterdrückung solcher Patente deren Einführung unter allen Umständen zu verhindern suchen (Vgl. auch folg. Abschnitt Kapitalismus).

Stichworte und Weiterführendes:

Literatur:

Kapitalismus – einstiger Motor, doch heute nur mehr Bremsvorrichtung

Auf dem Weg des Menschen war der Kapitalismus sicherlich ein wichtiger Baustein. Er hat viel Innovation und Fortschritt mit sich gebracht; er schuf Produktionsprozesse wie –voraussetzungen für einen breiten Wohlstand. Allerdings offenbart er mehr und mehr seine systemimmanente Unzulänglichkeit zur Lösung der anstehenden Menschheitsprobleme, deren Ursache in seinem ständigen Zwang nach Profit zu finden ist: Während die westliche Welt rund 50% (!) der (über)produzierten Nahrungsmittel entsorgt, mangelt es auf der anderen Seite des Globus an genau diesem. Unternehmen sind jedoch dazu gezwungen, denn würden sie ihre Überproduktion ins verarmte Ausland abgeben statt zu vernichten, entstünden ihnen Mehrkosten, die ihnen letztlich die Gewinne verkürzen, sodass sie hinter der Konkurrenz zurückfallen, die nicht solcherart moralisch handelt. Aus dem gleichen Grund haben Fabrikanten auch die sog. „geplante Obsoleszenz“ eingeführt, also die absichtliche Verringerung der Lebensdauer und Haltbarkeit von Waren, um mehr Produkte absetzen zu können und den Profit zu erhöhen.

Ebenso würde die etwaige Entdeckung der „freien Energie“ dazu führen, dass die komplette Energieindustrie (Öl, Gas, Strom) ihren Profit und damit ihre Existenz absehbar verlöre, sodass eine solche Entdeckung in kapitalistischer Logik von ihnen verhindert oder aufgekauft und verschwiegen würde. Dieser Zwang zu unmoralischem Handeln verhindert auf wie in ALLEN Gebieten eine nachhaltige Lösung globaler Probleme, weshalb der Mensch langsam dazu übergehen sollte, nach postkapitalistischen Alternativen zu forschen und diese öffentlich zu diskutieren. Stattdessen wird die Marktwirtschaft als „alternativlos“ dargestellt, so, als wäre es die beste Erfindung des Menschen und dessen höchste je denkbare Stufe gesellschaftlicher Entwicklung. Unsinn! Und leider wird Kapitalismuskritik selbst in den alternativen Medien selten geübt. Letztlich war der Kapitalismus ein wichtiger Motor zur Erlangung des Gegenwartszustandes – doch kann er mittlerweile als überholt und Bremse einer Weiterentwicklung gelten.

Stichworte und Weiterführendes:

Literatur:

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Reinkarnation und Karma – Esoterikspinnerei oder verkannte Realität?

In letzter Zeit tauchten vermehrt Berichte über verschiedene Studien auf, die zu belegen scheinen, dass in einem sog. „Nahtod-Erlebnis“ das Bewusstsein tatsächlich außerhalb respektive unabhängig vom Körper weiter zu existieren scheint – die Existenz einer Seele wird damit quasi eingeräumt.

Was für uns feinfühlige Alternativtheoretiker längst Gesetz ist, dringt nun nach und nach auch in die bisher vom Materialismus gezeichnete Wissenschaft vor, nach der Nahtod-Erfahrungen lediglich Halluzinationen des Gehirns wären und sich generell SÄMTLICHE Realität nur auf der Ebene des materiell-fassbaren abspiele – der Geist wird negiert, dabei ist ihm sogar ein Primat vor der Materie einzuräumen. Völlig absurd, aber ein Grundstein der modernen (Natur)Wissenschaft – als wäre bspw. das Gefühl innigster Liebe nur das Ergebnis eines Hormonfeuerwerks. Hier wird Ursache mit Wirkung vertauscht: Das zuerst im Geist erzeugte Gefühl der Liebe macht sich anschließend im Ergebnis auf materieller, physischer Ebene als Hormonfeuerwerk bemerkbar. Wer trotzdem am Materialismus festhält, der sollte auch so konsequent sein und seinem Partner gestehen, dass er nur hormonellen Einflüssen erliegt und keinerlei seelische Verbindung verspürt – hier hängen die Mainstreamwissenschaftler ihren Kittel offenbar vor der Haustür ab, denn soweit gehen selbst sie nicht.

In Zusammenhang zur Nahtod-Forschung kann man die kaum bekannte Reinkarnationsforschung anführen, bei der bspw. der US-Biologie Professor Ian Stevenson in hunderten von Fällen nachgewiesen hat, dass die Erinnerungen von Kindern an ihr vermeintlich letztes Leben in einer Mehrzahl der Fälle tatsächlich zutrafen – sie kannten bspw. Orte und Familiennamen inkl. Kosenamen, die auf einem anderen Kontinent liegen und von denen sie niemals zuvor gehört haben konnten. Außerdem wussten die Kinder von zb. geheimen Geldverstecken im Hause ihrer ehemaligen Familie, oder konnten ihren Mörder aus dem letzten Leben benennen und so  Gerichtsverfahren neu aufrollen.

Der Gedanke der Reinkarnation, also dass ein menschliches Bewusstsein („Seele“) nach dem körperlichen Tod schließlich wieder in einen neuen Körper geboren/ reinkarniert wird (um weitere Erfahrungen zu sammeln), war angeblich sogar im frühen Christentum Teil der Lehre und auch Bestandteil der Predigten Jesus Christus – doch hat man dies in der Wende von der Antike zum Mittelalter im zweiten Konzil von Konstantinopel 553 n.Chr. kurzerhand „gestrichen“ (was natürlich von offizieller Seite bestritten wird).

So, und wenn wir Reinkarnation als Teil der Tatsächlichkeit anerkennen, dann stellt sich doch die Frage, nach welchem Muster, nach welchem Regelwerk sie vonstattengeht. Wie es sein kann, dass manche als Milliardärskinder in einem ungeheuren Luxus aufwachsen, während andere in bitterster Armut leben müssen. Hierzu scheint die Theorie vom Karma recht sinnig, nach der jede Wirkung auch eine Ursache haben muss. Dieses universalkosmische Gesetz der „Kausalresonanz“ gilt für uns auf materieller Ebene als völlig normal und allgemein akzeptiert – schmeiße ich einen Stein ins Wasser, wird er nicht ohne Wellen auszulösen aufschlagen. Weshalb aber sollte dieses Ursache-Wirkungs-Prinzip nur auf die materielle Ebene beschränkt sein? Macht es nicht viel mehr Sinn, wenn diese kosmische Gesetzmäßigkeit auf ALLEN Ebenen Geltung erfährt, also auch auf der geistigen, immateriellen?

Demnach wäre alles, was uns widerfährt, eine durch unseren freien Willen selbstgewählte Erfahrung zur Vervollkommnung unseres Bewusstseins – ein Lottogewinn ist hiernach nicht das „zufällige“ Ergebnis mathematischer Wahrscheinlichkeit, sondern die Ernte einer selbstgesäten Saat. Durch Karma verliert auch „der Zufall“ jegliche Geltung im herkömmlichen Sinne; vielmehr erklärt sich dessen Bedeutung durch ein Wortwörtlichnehmen: Wenn mir etwas zu fällt, dann muss es ja auch von irgendwoher kommen/ von jemandem „geworfen“ worden sein. In karmischer Theorie bin ich selbst derjenige, der sich für das Zurückkehren des einst geworfenen „Bumerangs“ verantwortlich zeichnet – mir fällt also ein Ereignis zu, weil ich es dergestalt selbst bedingt habe (der sog. Zu-Fall). Übrigens muss dies nicht zwangsläufig chronologisch geschehen, da Zeit vermutlich zyklisch, nichtlinear verläuft – schwer zu verstehen und an dieser Stelle nicht weiter auszuführen (vielleicht in einem separaten Artikel).

Sollte sich Reinkarnation und Karma wissenschaftlich unwiderlegbar als wahr herausstellen, so stünde einerseits die komplette Garde der abendländischen Philosophie „recht dumm da“ (weil ein Großteil der Tatsächlichkeit nie beschreibend), andererseits würde dies aber auch „Weltfrieden über Nacht“ (überspitzt formuliert) bedeuten, da man schon des eigenen Wohles wegen niemandem mehr Schaden zufügen würde, um sein eigenes Karma eben nicht unnötig zu belasten. Es gibt also genug Anreize, in dieser Richtung forschend aktiv zu werden – die neuesten Ansätze der Quantenphysik weisen auch schon vielversprechend in genau diese Richtung und geben der bislang als „Esoterik-Spinnerei“ abgetanen Theorie nun auch ein physikalisch herleitbares Fundament.

Stichworte und Weiterführendes:

Literatur:

Schlussbetrachtung und Fazit

Seit dem Ende der Antike übernahm die katholische Kirche über 1000 Jahre lang die Deutungshoheit in allen gesellschaftlich relevanten Fragen und bremste mit diesem Religionsdogma die wissenschaftliche Entwicklung vehement aus. Doch in ähnlicher Stagnation befindet sich die heutige, in ihrem materialistischen Dogma ebenso festgefahrene Wissenschaft – ein Extrem hat das andere abgelöst, eine Synthese beider Weltbilder verspräche neuen Impuls im Voranschreiten der Menschheit; d.h. ein Verschmelzen der materialistischen mit den immateriellen Theoriegebäuden scheint die Lösung zu sein, also die Anerkennung von der Untrennbarkeit der Natur- und Geisteswissenschaft, in dessen Richtung sich die Quantenphysik zu bewegen scheint. Eines der größten Hindernisse moderner Wissenschaft besteht in dem nur schwer kurierbaren Zwangsskeptizismus. Es ist stets der eigene kleine, enge Horizont, der ein Hinausblicken verhindert – ein Hinaussehen auf diese Möglichkeiten und Potentiale, ein Überblicken der gegenwärtigen Missstände und ihrer Auswege.

So werden auch die heutigen Mainstreamakteure eines Tages als naive Helfershelfer in den Geschichtsbüchern stehen – während Leute wie Dr. Daniele Ganser, Erich von Däniken und andere als Avantgarde und Wegbereiter für die Entfesselung der Menschheit aus den Klauen gesellschaftlicher Zwänge und elitärer Kreise hofiert, geehrt und bewundert werden.

All die genannten Wissenssphären der unterschiedlichsten Disziplinen sind noch lange nicht vollständig, beschreiben nur einen Ausschnitt der blinden Flecken der Wissenschaft – ein immenser Forschungsbedarf besteht auf all diesen Gebieten. Aus diesem Grund wird der Essay als Themensammlung auch ständig erweitert und mit neuen Informationen oder Links versehen; gerne bitte ich um rege Beteiligung in jeglicher Hinsicht (Korrekturen, Ergänzungen, etc.) in den Kommentaren.  Zu keinem Zeitpunkt stellen die hier angebrachten Ausführungen „die absolute, letztendliche Wahrheit“ dar – alles gilt es jederzeit zu hinterfragen, auch sich selbst.

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Die Jahrhundertlüge Buch

Der große Verdienst von uns „alternativen Theoretikern“ – den modernen Ketzern namens „Verschwörungstheoretiker“ laut Mainstreamnarrativ – ist die Hartnäckigkeit, mit der wir als Leser, Kommentatoren, Forenschreiber, Blogbetreiber, Bücherautoren oder schlicht Offline-Aufklärer trotz allergrößter Widerstände und belastenden Anfeindungen Rückgrat beweisen; mit der wir unablässig unter Inkaufnahme eines geschädigten Leumunds für die Wahrheit kämpfen; mit der wir letztlich zum Wohle aller auf die Missstände aufmerksam machen und so zur Beseitigung ebenjener beschleunigend beitragen.

Ja, manchmal darf man sich selbst auf die Schulter klopfen, um nicht unter der erdrückenden Last des endlos (ein)wirkenden Systemlemmingtums zu zerbrechen. Drum auf ihr Grenzgänger, hinterfragt stets und ständig das Gehörte, auch dies Gelesene; verlasst nicht den oft so unbequemen, mehr felsig als steinigen Pfad, sondern haltet fest an der unablässigen Suche; empört euch über den allgemeinen Dämmerungszustand und tragt die Kunde der Wahrheit hinaus in alle Welt – wer, wenn nicht wir, käme sonst dafür in Frage…