Kein Herr, keine Herrscher. Kurze Geschichte der #Anarchie

Teil 1/2

Die Anarchie ist die nobelste aller Gesellschaftsformen. Sie ist eine Idee, die sich, wie Anonymous, stetig weiterentwickelt.
Einem Anarchisten kann es durchaus bewusst sein, dass es Gott gibt. Informationen verarbeiten, heisst auch vernetzt zu denken.

Der Anarchismus brachte die Welt immer wieder ins Wanken, ermöglichte aber auch die ersten sozialen Errungenschaften und beeinflusste die großen Revolutionen des 20. Jahrhunderts. Wo nahm diese Bewegung ihren Anfang, die seit 150 Jahren jeden Herrn und jeden Gott ablehnt? Warum ist der Anarchismus, der eine bessere Welt wollte als die, die sie früher war, noch immer aktuell?

Vom Aufstand der Pariser Kommune 1871 bis zur Gründung der ersten großen Gewerkschaften, von der Entstehung libertärer Milieus mit alternativen Lebensentwürfen bis hin zur Einrichtung freier Schulen: Die anarchistische Bewegung hat die ersten Revolutionen angestoßen und gehört zu den entscheidenden Triebkräften großer sozialer Errungenschaften. Trotz dieser positiven Aspekte, hat der Anarchismus zweifelsohne seine Schattenseiten: Viele seiner Anhänger rechtfertigen den Einsatz von Waffen und Gewalt. Die zweiteilige Dokumentation beleuchtet von Frankreich über Japan bis nach Chicago und Buenos Aires die Ursprünge dieser politischen Philosophie und porträtiert die geistigen Väter der anarchistischen Bewegung wie etwa Pierre-Joseph Proudhon oder Michail Bakunin. Darüber hinaus beleuchtet der Film Ereignisse und Meilensteine der Arbeitergeschichte vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts und bringt so die bedeutende Rolle der Anarchisten für die sozialen Bewegungen unserer Zeit ans Licht. Die Dokumentation befasst sich unter anderem mit der Gründung der Ersten Internationale, dem Tag der Arbeit, dem Kampf um den Achtstundentag und den Attentaten während der Belle Epoque.

Teil 2/2

 

Anarchie ungleich Anomie

Brennende Autos, zerstörte Geschäfte und pures Chaos!

So wird der Begriff #Anarchie oft verstanden. Dieses Verständnis wird durch die Medien weiter verbreitet und in der Bevölkerung gefestigt. Speziell bei Ereignissen wie Naturkatastrophen oder Bürgerkriegen mit Folge von chaotischen und ordnungslosen Zuständen kommt oft der Begriff Anarchie in den Berichterstattungen vor. Diese Verwendung des Begriffes Anarchie steht aber im Gegensatz zur eigentlichen Bedeutung des Wortes.

Der Begriff Anarchie kommt aus dem Griechischen und bedeutet lediglich „ohne Herrschaft“ was aber nicht heißt, dass keine Strukturen und Ordnung bestehen.

Der richtige Begriff für chaotische Zustände ist #Anomie, denn dieser bedeutet im Griechischen „ohne Regeln“ und ohne jegliche Normen.
Die Gleichsetzung von Anarchie und Anomie ist nicht nur wissenschaftlich falsch, sondern eine gezielte Manipulation der Herrschenden um die gesamte Idee des Anarchismus zu diffamieren. Denn in einer anarchistischen Gesellschaft würden Regeln und autoritäre Strukturen durch ethische Selbstverpflichtung und freiheitliche Strukturen ersetzt.

Anarchie ungleich Anomie

Zitate:

Das antiautoritär erzogene Kind:
Sprößling der Anarchie.

Germund Fitzthum

 

Mehr Anarchie, weniger Chaos.
Kampf für eine gewaltlose Anarchie.
Gewaltlos werden wir den Wald los.
Sexualität ist kein Ersatz für Liebe.

Unbekannt
Graffito in der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

Der höchste Grad von Individualität wird erreicht, wenn jemand in der höchsten Anarchie sein Reich gründet als Einsiedler.

Friedrich Wilhelm Nietzsche

Warum mir aber in neuster Welt
Anarchie gar so wohl gefällt?
Ein jeder lebt nach seinem Sinn,
Das ist nun also auch mein Gewinn.
Ich laß einem jeden sein Bestreben,
Um auch nach meinem Sinne zu leben.

Johann Wolfgang von Goethe

Dokumente ex Wikipedia:

anomie-deutsch

anomia-italiano

anomie-francais (le ç ne marche pas comme nom du file)

anomie-english

Anarchy (awesome speech)

Anarchy is Not Anomie (awesome speech)

{#Anarchy is Not #Anomie}

Larken Rose Brilliant Speech On Anarchy

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